- Thema
- QNG & Förderung
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- 2 Min
- Abschnitte
- 8
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Phasen: Beantragen, Anmelden und Planen; Vergabe von Bauleistungen und Bauphase; Fertigstellung und Zertifizierung.
- Verantwortlich ist die Bauherrschaft: Sie beauftragt die Nachhaltigkeitsbewertung und meldet das Vorhaben bei der Zertifizierungsstelle an.
- Das endgültige Zertifikat gibt es nach Bauabschluss. Ein temporäres Planungszertifikat ist schon zur Genehmigungsplanung möglich.
Stand: 29. September 2026. Geprüft gegen die unten genannten Primärquellen.
Die drei Phasen
1. Beantragen, Anmelden und Planen
Die Bauherrschaft entscheidet sich für ein registriertes Bewertungssystem, beauftragt die Nachhaltigkeitsbewertung und meldet das Vorhaben bei einer Zertifizierungsstelle an. Optional kann schon zur Genehmigungsplanung ein temporäres Planungszertifikat mit den vorliegenden Nachweisen erstellt werden.
2. Vergabe von Bauleistungen und Bauphase
Die Anforderungen gehören in die Ausschreibungen und Verträge der ausführenden Firmen, zum Beispiel die Verpflichtung zur Schadstoffvermeidung. Während des Baus werden Nachweise gesammelt, etwa zur Holzherkunft und zu den verbauten Materialien.
3. Fertigstellung und Zertifizierung
Nach der Fertigstellung werden die Dokumentationsunterlagen final bewertet, die Nachweise zusammengestellt und bei der Zertifizierungsstelle eingereicht. Erfüllt das Gebäude die Anforderungen, vergibt die Stelle das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude.
Wer ist wofür zuständig?
| Rolle | Aufgabe |
|---|---|
| Bauherrschaft / Bauträger | beauftragt die Bewertung, meldet an, stellt Nachweise bereit |
| Nachhaltigkeitsberater / Auditor | erstellt die Bewertung nach dem registrierten System |
| Zertifizierungsstelle | prüft die Unterlagen und vergibt das Siegel; von der DAkkS überwacht |
| Bundesministerium (BMWSB) | vergibt das Siegel und verantwortet die Anforderungen |
Was das für Käufer bedeutet
Bei einem Objekt im Bau liegt oft nur ein Planungszertifikat vor. Das endgültige Zertifikat folgt erst nach Fertigstellung. Fragen Sie deshalb vor dem Kauf, welche Stufe angestrebt wird, welche Zertifizierungsstelle beteiligt ist und was geschieht, wenn das Siegel am Ende nicht erteilt wird. Diese Punkte gehören in die Kaufunterlagen.
Was Bauträger vorbereiten sollten
- Bewertungssystem und Zertifizierungsstelle früh festlegen,
- Anforderungen in Ausschreibungen und Verträge übernehmen,
- Nachweise fortlaufend sammeln statt am Ende,
- Zertifikat, Effizienzhaus-Bestätigung und Kostenangaben für Käufer bereithalten.
Bauträger, die ihr Projekt vermarkten möchten, finden das Angebot auf der Seite Für Bauträger; Unterlagen lassen sich im QNG-Check prüfen.
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Häufige Fragen
Wie lange dauert die Zertifizierung?
Sie begleitet Planung und Bau; das endgültige Zertifikat kommt nach Bauabschluss. Konkrete Zeiten hängen vom Projekt und der Zertifizierungsstelle ab.
Welche Siegel-Variante gilt für Wohngebäude?
Für neue Wohngebäude QNG-WG23, für Nichtwohngebäude QNG-NW23. Frühere Varianten wurden zurückgezogen.
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Quellen
Gelesen am 29.09.2026.